Informationen zum Schweisstischsystem



unser Baukastensystem


Unser Schweißtisch-System besitzt Europäischen Patentschutz unter der Registrierung EP 091229931. Dabei bilden die Aufspannschienen die ideale Grundlage, um die vielfältigen Tischflächen entsprechend der jeweiligen Arbeitsaufgaben entstehen zu lassen.
Zwischen den Aufspannschienen, welche in 100mm-Raster aufgenommen werden, ergibt sich eine normgerechte, unten offene T-Nut, die ein schweißspritzerunempfindliches und stufenloses Positionieren und Spannen der Bauteile ermöglichen.
Besonders wertvoll für den Anwender ist dabei die Möglichkeit des Öffnens bestimmter Tischflächenbereiche zum Durchstecken ausragender Teile und das seitliche Versetzen der Aufspannschienen zur Vergrößerung der Auflagefläche. Die Aufspannschienen werden vorteilhafterweise für den robusten Stahlbearbeitungsbereich im Grauguss und für die sensible Edelstahlbearbeitung in Al/Cu-Legierung, in unterschiedlichen Längen, angeboten.


Warum Schweißtische?


Der wesentliche Kostenfaktor bei der Fertigung einer Schweißkonstruktion ist nicht die Schweißnaht, sie beträgt nur durchschnittlich 15 % der Arbeitszeit. 85 % des Zeitaufwandes sind Nebenzeiten, die sich in der maß- und winkelgenauen Zuordnung der Einzelteile, im Messen, Richten, Korrigieren und im mechanischen Nacharbeiten der Baugruppen begründen.

Eine exakte Grundlage zum Erstellen der Baugruppe, verbunden mit geeigneten Spann- und Anschlagelementen, bringt hier, selbst auch bei Einzelanfertigungen, wesentlichen Nutzen.


Was ist der Vorteil des Nutsystems?

T-Nut des Schweisstisch


Was ist der Vorteil des Nutsystems?

Die T-Nut ist die ideale Grundlage, um mit einfachsten Mitteln (einem Nutstein) die vielfältigsten Spannaufgaben zu lösen, dabei bedarf es keiner spritzerempfindlichen H7-Bohrungen zur Aufnahme spezieller Spannelemente und die Funktionsfläche (Lauffläche) der Nut befindet sich in absolut geschützter Position (siehe Abbildung oben).

Nur durch die Möglichkeit des stufenlosen Verschiebens in der Nut gelingt es in der Gehäuse- und Gestellfertigung, mehrere Anschlagwinkel genau in die Ecken der Bauteile zu platzieren. Die Verschmutzung der T-Nut ist bei unserer patentierten Form der Nut zwischen zwei Schienen ausgeschlossen. Auch in bereits besetzte Nuten können Rhombennutsteine nachträglich von oben eingeführt werden.

Besonders vorteilhaft hat sich in der Praxis das Öffnen bestimmter Bereiche der Tischfläche zum Durchstecken ausragender Teile erwiesen. Auch die Möglichkeit des Austauschens der Schienen gibt dem Anwender Sicherheit im besonders groben Schweißbetrieb.

Warum Gussplatten mit Nut?

Gussplatten mit Nut, wie sie von ausgedienten Fräswerken stammen, bewähren sich seit vielen Jahren in Schweißereien. Oft mangelt es dabei an Platten geeigneter Größe und den passenden Anschlag und Spannelementen.

Unser Baukastensystem bietet hier die Möglichkeit, Gussplatten verschiedenster Form entsprechend der Arbeitsaufgabe entstehen zu lassen.


Was sind die Vorteile von Grauguss?


Das wichtigste Argument ist sicherlich, dass bei den meisten Schweißverfahren Schweißspritzer entstehen, die auf der Tischfläche anhaften können.

1. Das Anhaften von Schweißspritzern auf Grauguss ist wie das Haften einer normalen Schweißverbindung
an Grauguss - es reißt in der Übergangszone wieder ab.

2. Grauguss altert und mit dieser Alterung diffundieren Graphitanteile an die Oberfläche, was sich in einer zunehmend grauen Färbung ausdrückt und somit zunehmendem Schutz vor Spritzeranhaftung einhergeht.

3. Bis zur ausreichenden Alterung sollte Antihaftmittel aufgebracht werden, das bei Grauguss ins poröse Gefüge eindringt und sich hier anreichert, wodurch ein zunehmend stabiler Schutz entsteht und kein ständiges Neuauftragen erforderlich wird. Das wichtigste Argument ist sicherlich, dass bei den meisten Schweißverfahren Schweißspritzer entstehen, die auf der Tischfläche anhaften können.

Weitere Vorteile von Grauguss sind:

     • der geringe Dehnungskoeffizient unter Wärmeeinfluss
     • die bessere Schalldämpfung beim Auflegen von Bauteilen


Warum Al/Cu-Legierung als Tischfläche?


Die fachgerechte Verarbeitung von nichtrostenden Stählen (Austeniten) erfordert eine konsequente Trennung von ferritischen Werkstoffen, da bereits feinste Anhaftungen oder Kratzer auf der Oberfläche weiterführende Korrosionen verursachen können (z. B. Lochfraßkorrosion).

Schwachstellen in der Verarbeitung können in der Regel nur noch durch ein vollständiges „Tauchbeizen“ bereinigt werden. Demzufolge ist der Edelstahlverarbeiter zunehmend interessiert, bereits im Vorfeld den Schweiß- und Arbeitstisch, mit dem sein Bauteil ständigen Kontakt hat, entsprechend sicher auszulegen.

Für diese Zwecke hat sich eine Tischfläche aus einer Aluminium/Kupfer-Legierung als besonders vorteilhaft erwiesen. Der Grund dafür ist die relativ hohe Zugfestigkeit (= F 37, ähnlich Baustahl), bei geringer Oberflächenhärte, was somit keine Beschädigungen polierter Edelstahlflächen verursacht.

Auch die hohe Wärmeleitfähigkeit schließt eine Anhaftung von eventuellen Schweißspritzern nahezu vollständig aus.


Genauigkeit


Der Tisch und die Anschlagwinkel sind mit sehr hoher Genauigkeit gefertigt. Dabei werden die Forderungen der ISO 2768 T2 bezüglich Ebenheit und Winkligkeit im Bereich "H" beziehungsweise "Fein" erfüllt. Die Einzelschienen der Tischfläche besitzen eine Toleranz von ± 0,05 mm und sind somit austauschbar.


Messen und Positionieren


Die Tischfläche besitzt zur Orientierung für Geradheit und Winkligkeit eine Rastergravur 100 x 100. Das zu erstellende Bauteil beginnt regulär an der seitlichen und vorderen Tischkante durch rechtwinkliges Anlegen an die Kantenanschläge. Die Länge und Breite des Bauteils, die ja meist keiner festen Rasterung entsprechen, wird durch stufenloses Verschieben der Anschlagwinkel definiert.

Tischfläsche des Schweisstisch
Nur im Nutsystem möglich

Erst das gleichzeitige Verschieben in zwei Achsen ermöglicht ein punkt- und richtungsgenaues Setzen der Anschläge.



Tischgestaltung


Unser Baukastensystem ermöglicht es, mit wenigen Teilen die vielfältigsten und bedarfsgerechten Tischflächen entstehen zu lassen.

Auch kann die gesamte Tischfläche in verschiedenster Form bewegt werden, so dass kundenspezifische Hubtische, horizontale Drehtische und vertikale Wendetische entstehen.










Variationen von Schweisstischen